Vereinsemblem
Schützenverein von 1900 e.V. Berenbostel
 

Anlagentechnik

 
Kleinkaliberstand
Die Schützensportstätte Berenbostel zeichnet sich besonders durch die elektronische Anlage für das Kleinkaliberschießen aus. Als einer der ersten Schützenvereine im Niedersächsischen Sportschützenverband verfügt der Schützenverein Berenbostel bereits seit 1999 über ein solches Meßsystem für Sportschützen, das die Verwendung von herkömmlichen Scheiben in Papierform überflüssig macht.
 
Die Anlage besteht aus vier Komponenten:
- Steuer-PC
- Meßrahmen
- Geschoßfang
- Bildschirme mit Steuergeräten
 
Funktionsweise
Beim verwendeten "Shootmaster III-System" vom Hersteller Meyton handelt es sich um ein optisches Präzisions-Meßsystem, das das Geschoß im freien Durchflug mißt. Anstelle der Scheibe durchfliegt das Geschoß einen Meßrahmen und landet danach im Geschoßfang. Das Ergebnis und die Trefferlage werden dem Schützen unmittelbar nach Schußabgabe auf einem Monitor an seinem Schützenstand angezeigt.
Meßrahmen
Der Meßrahmen funktioniert nach einem Meßverfahren, welches mit Hilfe von Licht die Position des Geschosses exakt und äußerst zuverlässig vermißt. Beim Durchflug des Meßrahmens schneidet das Geschoß vertikale und horizontale Lichtkanäle. Die hierdurch entstehenden Schatten werden in Bruchteilen einer tausendstel Sekunde ausgewertet. Defekte Lichtkanäle werden vom System erkannt, bei Berechnung der Trefferposition berücksichtigt und dem Bediener gemeldet.
Der Bildschirm am Schützenstand zeigt dem Schützen seinen letzten und vorhergehende Treffer auf einer Zielscheibe an. Daneben werden die Treffer wahlweise mit oder ohne Kommastelle numerisch angezeigt. Der Schütze hat jederzeit die Möglichkeit sich mit Hilfe eines Steuergerätes Überblick über seine zurückliegenden Treffer zu verschaffen, indem er zurückblättert.
Unmittelbar nach Ende des Schießens kann der Schütze einen Ausdruck seiner zusammengestellten Ergebnisse bekommen.
Bildschirm mit Steuergerät
Der Geschoßfang ist so konzipiert, daß die Geschosse durch einen Trichter in ein Rondell geleitet werden. Dort kreist das Geschoß so lange, bis seine Energie verbraucht ist und in ein Auffanggefäß fällt. Durch die Trichterführung wird das Geschoß zwar verformt, aber es zersplittert nicht. Im Auffanggefäß sind letztlich nur verformte Bleigeschosse ohne sonstige Verunreinigungen, die problemlos entsorgt werden können.
KK-Stand
Die zentrale Steuerung der Anlage geschieht durch einen Steuer-PC im Wertungsraum, an dem die Eingabe der Disziplin und der persönlichen Daten des Schützen (Name, Klasse, Verein) erfolgt. Die Auswahlmöglichkeiten der Disziplinen und die Auswertungsmöglichkeiten sind dabei sehr vielfältig.
Außerdem können die Steuergeräte auf dem Schießstand vom Steuer-PC aus fergesteuert werden.
 
Vorteile der elektronischen Anlage auf einen Blick:
- kürzere Schießdauer durch Wegfall der Scheibenfahrten
- blitzschnelle Schußauswertung
- schnellere Schußbildanalyse durch Darstellung mehrerer Schüsse auf einem Zielbild
- Einsparung der Scheibenkosten
- keine Vorrathaltung von Scheiben / alle Scheiben sofort verfügbar
- keine Abnutzung, keine Verschleißteile
- Live-Übertragung des Schußbildes und der Ergebnisse in den Vorbereitungsraum
 
Technische Daten zum Shootmaster III-System von Meyton:
- der Meßkopf mißt alle Kaliber von 4,0 mm bis 12,5 mm
- Meßfläche 260 x 260 qmm
- Meßauflösung 1/100 mm
- Meßgenauigkeit besser als 1/10 mm
- Wertung: Ring, Zehntelring, Teiler
 
 
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