Vereinsemblem
Schützenverein von 1900 e.V. Berenbostel
 

Schießstand-Chronik

Anfänglich wurde in der Sandgrube auf dem heutigen Sportplatz und später im Windmeier – Schacht geschossen.
Der Schießsport nahm seinen Aufschwung. Mit dem Ausbau des Schießstandes im Schacht konnte 1954 begonnen werden. Die Überdachung der Anlage war unter den Verhältnissen ein wesentlicher Fortschritt. Mit einer kleinen Feier konnte 1956 die Erweiterung des Schießstandes – der heute noch als idyllisches Fleckchen bezeichnet wird – abgeschlossen werden.
Während man sich noch des schönen Schießstandes erfreute, gaben Unbekannte ihrer Zerstörungswut freien Lauf. Bei wiederholten Veranstaltungen mussten immer wieder neue Schäden festgestellt werden, die eines Tages die Aufgabe des Schachtes zur Folge hatte.
Der Schießbetrieb und damit das Sportschießen der aktiven Schützen schien gefährdet, wogegen nach Ausweichmöglichkeiten gesucht wurde.
So konnte mit dem Luftgewehr vorerst bei Döpke auf der alten Kegelbahn, später im alten Haus Henry Seeland und nach dessen Räumung in der Kfz-Werkstatt von Helmut Brockmann weiter geschossen werden. Ein Provisorium in der Hoffnung, eines Tages in Berenbostel etwas Geeignetes zu finden.
Obwohl der Schützenverein nunmehr eine beachtliche Mitgliederzahl erreicht hatte, konnte sich der Schießsport wegen fehlender Sportstätte nicht weiterentwickeln. Man behalf sich weiter mit dem Provisorium und wich gelegentlich auf Schießstände befreundeter Vereine aus.
 
Viele Monate vergingen, bis dann am 1. April 1967 auf dem Grundstück der Kuhlemann – Erbengemeinschaft, an der Bundesstraße 6, die Grundsteinlegung für ein Schützenhaus mit einer Schießsportanlage erfolgen konnte.
Nach endgültiger Planung und Genehmigung übernahm der Schatzmeister, Günter Dettmer, die Bauleitung. Etwa 90% der Gesamtleistungen sind von Schützen in Eigenleistungen ausgeführt worden.
Nach gut einjähriger Bauzeit konnte das Schützenhaus im Mai 1968 im Rahmen einer kleinen Feierstunde seiner Bestimmung übergeben werden.
Die gesamte Anlage bestand aus einem Aufenthaltsraum, zwei Toiletten, einem Schankraum, einem verwandlungsfähigen Raum für acht Luftgewehrstände, einem weiteren Raum für drei KK- Stände und einem Pistolenstand. Für gesellige Anlässe und für Übungsabende des Spielmannzuges standen verwandelbar 120 qm zur Verfügung.
Seit der Inbetriebnahme des Schützenhauses herrschte wieder reger Betrieb. So konnte für den Schützenverein eine Einrichtung geschaffen werden, die es jedem Mitglied ermöglichte, in seiner Disziplin zu trainieren.
Das Schützenhaus mit der Schießsportanlage galt nach der Einweihung, im Mai 1968, als eine der schönsten Anlagen im Kreis – Schützenverband Neustadt am Rbge.
 
Ab 1986 setzte sich der Verein mit dem Bau einer neuen Schießsportanlage auf dem Festplatz auseinander. Die Anlage an der B6 war zu klein und auch verkehrsmäßig durch den Ausbau der B6 ungünstig gelegen. Es mussten aber noch 11 Jahre vergehen, ehe Bewegung in die Planung kam. Ein Ringtausch mit dem TSV und Turnklub Berenbostel, das heißt, der Schützenverein sollte das TKB- Haus bekommen, scheiterte.
Nun wurde doch der Festplatz Berenbostel an der Corinthstraße als Standort für die neue Schützensportstätte gewählt. Innerhalb eines ¾ Jahres musste die Planung erfolgen und am 12.08.1998 begannen die Bauarbeiten. Am 27. August wurde der Grundstein gelegt und bereits am 02. Oktober 1998 das Richtfest gefeiert. Zur Finanzierung der neuen Schützensportstätte trug vor allem der Verkauf des eigenen Grundstücks mit Schützenhaus an der B6 an das Autohaus Pagel und die finanzielle Unterstützung der Stadt Garbsen (Sportförderungs-richtlinien) bei.
Nach dem Verkauf des Schützenhauses an der B6 stand der Verein ohne eigenes Sporthaus da. Unterstützung erfuhren wir bei den Nachbarvereinen in Osterwald u/E (Jugend), Osterwald o/E (Damen), Garbsen/Havelse (Herren) und in Stelingen.
Die Bauarbeiten gingen zügig voran, sodass im September 1999 12 Luftgewehrstände und ein Armbruststand in Betrieb genommen werden konnten. Die endgültige Fertigstellung der vier Kleinkaliberstände in vollelektronischer Ausstattung und die Einweihung der Schützensportstätte erfolgte am 11.Mai 2000. Die Schützensportstätte kann auch für Behindertenschießsport genutzt werden.
Nur durch intensive Mithilfe unserer Mitglieder und der Garbsener -, vor allem Berenbosteler – Geschäftsleute und Handwerker war es möglich, dieses Ziel so schnell erreichen zu können.
Seit der Inbetriebnahme der Schützensportstätte auf dem Festplatz herrscht wieder reger Sportbetrieb. Allerdings ist dieses nur möglich durch den unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz aller Trainer und Funktioner. So konnte für den Schützenverein eine Einrichtung geschaffen werden, die es jedem Mitglied ermöglicht, in seiner Disziplin zu trainieren. Einzel- und Mannschaftsleistungen der Jugend, Damen und der Schützen sind ein Zeugnis dafür, wie notwendig eigene Sportstätten sind, um einen guten Leistungsstand zu erreichen und zu halten.
 
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