Vereinsemblem
Schützenverein von 1900 e.V. Berenbostel
 

Vereinsgeschichte

1900
Kurz vor der Jahrhundertwende, am 17. Dezember 1899, versammelten sich in der Gaststätte Döpke etwa 40 Einwohner der Gemeinde Berenbostel, um letzte Gespräche über die Gründung eines Schützenvereins zu führen.
Durch eigenhändige Unterschriften erklärten Sie sich bereit, einen Schützenverein zu gründen und wählten alsdann aus ihrer Mitte den Altbauer Louis Halberstadt zum Hauptmann und als Sekretär den Haussohn Christian Kölling.
Nach Vorlage der Statuten beim königlich preußischen Landratsamt in Neustadt am Rbge. wurden diese nach Entwertung der Stempelmarke am 4. Januar 1900 genehmigt. Der Schützenverein nannte sich von diesem Tage – der als Geburtstag des Vereins gilt –
„Schützenverein von 1900 Behrenbostel“
 
In der darauf folgenden Generalversammlung, am 28. Januar 1900, wurden die Versammlungen, die Reihenfolge bei den hiesigen Wirten und der Jahresbeitrag von Zwei Reichsmark festgesetzt.
Aus den geführten Protokollen geht hervor, dass eine strenge Disziplin bestanden hat, so dass unentschuldigtes Fernbleiben von Versammlungen und Ausmärschen u.a. mit einer Geldbuße geahndet wurde. Gleiches gilt für einen unvorschriftsmäßigen Anzug.
 
1914 - 1949
Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges fand im Jahr 1914 vorläufig das letzte Schützenfest statt. 1915 und 1916 wurden noch Versammlungen abgehalten. Für hilfsbedürftige Hinterbliebene wurden wiederholt Unterstützungen ausgezahlt.
Die erste Nachkriegsversammlung wurde bereits am 5. Januar 1919 einberufen; desgleichen fand im Januar ein Schützenball und im Juni das erste Nachkriegsschützenfest statt.
Eine beachtliche Mitgliederzahl wuchs und die Festlichkeiten wurden alljährlich in gewohnter und gepflegter Tradition bis 1939 durchgeführt.
 
Der zweite Weltkrieg ließ wiederum eine Zwangspause eintreten und das Vereinsleben erlahmen; am 5. März 1941 fand die letzte Versammlung statt.
 
1950 - 1959
Am 15. Oktober 1950 fanden sich viele ehemalige Schützen und interessierte Einwohner in der Gaststätte Döpke ein und erklärten sodann, den Schützenverein mit ihrem Beitritt wieder ins Leben zu rufen. Alle Rechte konnten wieder zurückgewonnen werden. Bereits 1951 nahmen schon wieder 120 Schützen am Schützenfest teil.
Neues Leben hatte begonnen. Die während der Besatzungszeit verschwundene Fahne und Ehrenkette wurden auf Umwegen dem Verein wieder zugeführt.
Sonstige Unterlagen, wie das Gründungsprotokoll, das Protokollbuch und das Kassenbuch sind in der Obhut des langjährigen Kassierers Heinrich Brand wohlbehalten geblieben.
 
Im April 1954 trat der Schützenverein dem Deutschen Schützenbund und dem Kreisschützenverband Neustadt am Rübenberge bei. Reges Sportschießen begann und der Verein erlebte eine spürbare Entwicklung.
Die Festlichkeiten nahmen mit der schnellen Entwicklung der Gemeinde mehr den Charakter von Volksfesten an. Dies führte dazu, dass die bisherigen Erntefeste zu Volksfesten gestaltet wurden. Mit der Tradition des Schützenvereins beteiligten sich die Ortsvereine, die Schuljugend, Gemeindevertreter, Alt- und Neubürger an diesen Festen.
 
1960 - 1969
Mit der Entwicklung des Schützenvereins wurde 1963 der Spielmannzug ins Leben gerufen und vom Schützenverein übernommen. Zum Stabführer wurde Karl-Heinz Johannes gewählt. In mühevoller Kleinarbeit baute er den Zug auf und hat sich im Laufe der Zeit in weitem Umkreis Ansehen erworben.
An vielen Schützenfesten wurden die Anwohner mit klingendem Spiel geweckt. Ausmärsche bei Festlichkeiten werden seitdem von unserem Spielmannszug angeführt und erfreuen stets Jung und Alt.
 
Ein Jahr später, 1964, wurden die Damen- und Jugendabteilung gegründet. Nun war der Schützenverein vollständig, es folgte auch die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Neustadt am Rübenberge unter dem neuen Namen "Schützenverein von 1900 e.V. Berenbostel", wodurch der Verein die Rechtsfähigkeit erlangte.
 
1965 – als ein kleines Jubiläumsfest gestaltet - wurde noch einmal die erste und neu aufgearbeitete Königsscheibe von 1900 als Wiederholung an das Haus des ersten Schützenkönigs Heinrich Wittneben genagelt.
Mit viel Engagement wurde 1966 das 13. Kreisschützenfest des Kreisschützenverbandes Neustadt am Rübenberge e.V. in Berenbostel auf dem Festplatz an der Herrmann – Löns – Str. durchgeführt.
 
1970 - 1979
Im Jahr 1970 feierte der Verein sein 70-jähriges Bestehen unter großer Anteilnahme von befreundeten Vereinen und Berenbosteler Bürgerinnen und Bürgern. Beim Volksfest 1970 wurde erstmals ein Wagenkorso mit einer Prämierung der besten Wagen durchgeführt. Diese Regelung dauerte bis Anfang der 90er Jahre.
1974, 10 Jahre nach Gründung des Spielmannzuges, bekam die Sparte eine eigene Standarte.
1975, 75 Jahre Schützenverein Berenbostel. Diese Ereignis wurde im Juni auf dem Festplatz „Auf dem Kronsberg“ gebührend gefeiert. Höhepunkt war die Fahnenweihe. Die erste Fahne war fast 75 Jahre alt und in die „Jahre gekommen“, bedingt auch durch die Kriegsereignisse. Die alte Fahne hat seitdem im Schützenhaus oder jetzt in der Schützensportstätte einen würdigen Platz.
 
1980 - 1989
Im Frühjahr 1983 entstand das bis heute beliebte Scheunenfest bei Christian Meyer an der Dorfstraße. Wie kam es dazu ?
Ein Orkan fegte im Frühjahr 1981 die Scheune unseres Mitglieds und Landwirts Chr. Meyer jun. weg. Flugs wurde eine neue und größere Scheune errichtet und zur Einweihung im Mai 1983 lud Chr. Meyer jun. die Schützen und Feuerwehrkameraden ein. Seitdem ist dieses Fest, heute verbunden mit dem Schützenfest, ein fester Bestandteil unseres Terminkalenders.
 
Im neuen Jahrzehnt wurden die Weichen für die Zukunft des Vereins gestellt:
-1981 Beitritt in den Landessportbund Niedersachsen e.V.
-Übernahme der Kantine im Schützenhaus in eigener Regie
-Planungsphase Festplatz an der Dorfstraße
-Langfristige Planung eines neuen Vereinsheimes auf dem neuen Festplatz an der Dorfstraße.
 
1990 - heute
Das Jubiläumsfest, 100 Jahre Schützenverein, wurde in Verbindung mit dem Kreisschützenfest und dem Jubiläum „75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Berenbostel“ im Juni 2000 gefeiert. Die Vier-Tage-Feier mit einem Großen Zapfenstreich zum Abschluss war ein gelungenes Jubiläumsfest.
 
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